Navigation
Malteser Hospizzentrum St. Raphael

Letzte Wünsche erfüllen – auch in Coronazeiten

Anlässlich des Deutschen Hospiztages am 14. Oktober gibt das Malteser Hospizzentrum St. Raphael Einblicke in die tägliche Hospizarbeit. Denn die Liste der Beispiele für die wichtige Arbeit, die die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten, ist lang. In dem Hospiz erfahren schwerstkranke Menschen und ihrer Angehörigen liebevolle und zugleich fachlich hoch kompetente Begleitung auf dem letzten Lebensweg - auch in Zeiten von Corona.

12.10.2020

Das Grab der Ehefrau am Lebensende zumindest einmal zu besuchen, auch wenn der Gesundheitszustand den Transport erschwert, geht nur durch außergewöhnliches Engagement. Josef D., Patient im Malteser Hospiz St. Raphael, konnte nicht an der Beerdigung seiner Frau teilnehmen, weil er im Krankenhaus lag. Dank des Herzenswunschwagens des Malteser Hilfsdienstes aus Essen, mit dem das Hospiz eng zusammenarbeitet, konnte dem 90-Jährigen dieser große Wunsch erfüllt werden. Zusammen mit seinen Enkeln und seiner Schwägerin konnte er an dem Grab auf einem Friedhof in Duisburg noch einmal persönlich Abschied nehmen.

Axel B. verbringt seine Tage im Malteser Hospiz St. Raphael im Innenhof und bastelt Vogelhäuser. „Damit etwas von ihm bleibt“, sagt Monika Ermers, ehrenamtliche Mitarbeiterin in dem Hospiz. Sie ist Teil eines Teams, das besonders in den aktuell geltenden Hygienevorschriften geschult ist, und begleitet den 50-jährigen Patienten regelmäßig bei Spaziergängen und kleineren Ausflügen mit dem Rollstuhl. Andere Teammitglieder bringen selbstgebackenen Kuchen mit. Patientin Eva S. liebt zum Beispiel selbstgekochten Apfelmus. „Da haben wir eben aus den Äpfeln des hospizeigenen Apfelbaums Apfelmus gekocht“, beschreibt Ermers eine weitere Aktion.

„Wir spüren immer wieder, wie sehr wir unseren Patienten auch mit kleinen Gesten besondere Freudenmomente bereiten“, berichtet Mechthild Schulten, Leiterin des Malteser Hospizzentrums St. Raphael. „Das zu erleben, ist sehr erfüllend.“ Auch im Hinblick auf Besuche der Angehörigen gibt es Corona-bedingt einige Einschränkungen. „Deshalb sind solche besonderen Aktionen und die „Zeit-Geschenke“ insbesondere unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unschätzbar wichtig für unsere Patienten“, betont Schulten. Die bauliche Situation des Hospizes biete gute Voraussetzungen dafür, dass Patienten und Angehörige auch unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen persönlich Kontakt halten können. Alle Zimmer sind ebenerdig und haben eine eigene Terrasse, über die die Angehörigen direkten Zugang zu den Patientenzimmern haben.

Für Familien mit unheilbar erkrankten Kindern haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhospizdienstes, der ebenfalls zum Malteser Hospizzentrum St. Raphael gehört, in diesem Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Als sie sie aufgrund von Corona nicht zu Hause besuchen konnten, haben sie ihnen bunte Päckchen gefüllt mit aufmunternden Geschichten und Naschereien geschickt und ihnen so zumindest aus der Ferne ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

 

Besonderer Spendenaufruf

Weil das Spendenaufkommen in diesem Jahr aufgrund von Corona deutlich zurückgegangen ist, nimmt das Malteser Hospizzentrum St. Raphael den Deutschen Hospiztag am 14. Oktober zum Anlass für einen besonderen Spendenaufruf. Damit in dem Hospiz schwersterkrankte Menschen jeden Alters auch weiterhin liebevolle und nach höchsten medizinischen, pflegerischen und schmerztherapeutischen Versorgungsstandards auf ihrem letzten Lebensweg begleitet werden können, ist die Einrichtung in diesem Jahr ganz besonders auf Spenden angewiesen.

IBAN: DE31 350 500 000 200 207 207

BIC: DUISDE33XXX

Sparkasse Duisburg